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Abhalten erklärt

Dein Baby abhalten: Erklärt von Hebamme Sissi Rasche

Hebammen Tipps zum Abhalten

Ihr habt noch nie darüber nachgedacht, Euer Baby mal ohne Windel strampeln zu lassen? Gar nicht schlimm, denn das Thema Abhalten von Babys war bis vor kurzem ein ziemliches Nischenthema. Wer noch nicht genau weiß, worum es beim Abhalten überhaupt geht, erfährt hier mehr zu dem Thema. Für alle diejenigen, die schon etwas Hintergrundwissen haben und nun genau erfahren möchten, wie sie Abhalten in ihren Alltag integrieren können, hat uns die Hebamme Sissi Rasche ein paar spannende Tricks verraten.

So einfach geht abhalten:

Je nach Alter und Größe gibt es verschiedene Techniken, ein Kind abzuhalten. Da findet sicherlich jede Familie das, was individuell am besten passt. Wichtig ist aber immer, dass das Baby bzw. Kleinkind gut gestützt ist und die Beinchen sanft angewinkelt werden. Hebamme Sissi Rasche empfiehlt daher, immer nah am Körper abzuhalten! So habt Ihr das beste Gefühl für Euer Kind und Euer Kind fühlt Euren Bauch direkt am Rücken – für ausreichend Sicherheitsgefühl.

1. Am Wickeltisch oder sitzend auf einer weichen Unterlage das Baby ausziehen. Ohne Windel vorsichtig hoch nehmen. Am besten geht das seitlich, während der Rücken gestützt wird.

2. Das Baby mit dem Rücken an den eigenen Bauch lehnen, umgreifen und unter dem Kniekehlen halten. Dabei das Töpfchen griffbereit haben und direkt unter den Popo halten. Sitzend könnt Ihr das Töpfchen auch zwischen Eure Knie klemmen. So bekommt Ihr noch mehr Stabilität von unten.

3. Das Baby vorsichtig an den Beinchen halten, sodass diese etwas über dem Popo sind. Ein kleines bisschen Geduld – manchmal dauert es ein bisschen, bis „etwas kommt“, manchmal klappt es direkt. Ein leises „Schhhhh“ Geräusch kann helfen. Anschließend mit einem (feuchten) Tuch abwischen, das Baby wieder hinlegen und den Windelbereich wie gewohnt reinigen und ggf. wickeln.

Video Anleitung zum Abhalten

 

In diesem Video erklärt Hebamme Sissi Rasche das Abhalten ganz ausführlich und anschaulich:

 

So klappt Abhalten ohne Druck

Wenn das Baby mal weint…

… muss es vielleicht gerade nicht oder möchte einfach nicht in der Abhalte-Position sein. Auch das ist okay! Dann einfach wieder ablegen und später noch einmal versuchen. Das Wichtigste ist (wie auch später beim Töpfchentraining), weder Euch selbst noch Eurem Kind Druck zu machen.

Abhalten muss nicht gleich Windelfrei heißen!

Denn natürlich heißt Abhalten nicht, komplett auf Windeln zu verzichten. Falls Ihr das möchtet, ist Windelfrei natürlich auch immer eine Option. Aber für die Mehrheit der Eltern ist eine Kombination aus Abhalten und Windeln wahrscheinlich die praktikabelste Variante. Auch nach dem Montessori-Ansatz ist es vollkommen in Ordnung, Windeln zur Sicherheit zu nutzen. Besonders Zuhause, wo man (meistens) Ruhe hat und in einem gewohnten Umfeld ist, lernt Ihr wahrscheinlich recht schnell, die Anzeichen Eures Babys zu lesen.

Euer Baby zeigt Euch, was es braucht

Denn die Kleinen können schon ab der Geburt ziemlich gut kommunizieren, wenn ihnen etwas fehlt. Oft sind Babys beispielsweise unruhiger (beim Stillen), wenn sie auf Toilette müssen. Auch Grimassen oder Weinen können ein Signal sein, dass Euer Baby „muss“. Abhalten kann somit also dabei unterstützen, mit Eurem Baby zu kommunizieren und Eure Bindung noch weiter zu stärken. Ein weiterer Grund, warum Sissi und auch wir darauf schwören!

Es ist nie zu spät, anzufangen!

Direkt nach der Geburt, erst mit ein paar Monaten oder nach dem Beikoststart? Abhalten bietet fast immer Vorteile für Euer Baby, für die Umwelt und natürlich Euer Portemonnaie. Allerdings bietet es sich an, direkt in den ersten drei Monaten zumindest immer mal wieder abzuhalten. So wissen die Kleinen schon, was das ist und können sich noch besser daran gewöhnen. Und Kinder, die bereits als Säuglinge abgehalten wurden, haben es in der Regel ein bisschen leichter, sich auch an Töpfchen oder Toilette zu gewöhnen!

Habt Geduld!

Besonders am Anfang kann das Abhalten ganz schön viel sein. Und natürlich etwas aufwändiger, als alle Geschäfte in die Windel machen zu lassen. Lasst Euch aber nicht verunsichern, wenn es nicht sofort klappt oder es doch Unfälle gibt. Den richtigen Weg für Euch und Euer Baby findet Ihr auf jeden Fall!

 

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Nach dem Abhalten ist vor dem Töpfchentraining. Je größer und selbstständiger die Kleinen werden, desto spannender wird irgendwann der Gang auf das Töpfchen und die Toilette. Dafür eignen sich unsere Bestseller im niedlichen Wal Design, das Kindertöpfchen und der Toilettenaufsatz.