Kindsgut Homestory mit Julia

Kindsgut Homestory: Einblicke in die sonnige Dachgeschoss Wohnung von Julia

Wir waren bei der allerliebsten Julia zu Besuch und durften einen Blick in ihr schönes Zuhause werfen und die kleine süße Ellie kennenlernen. Wir sind begeistert von dem skandinavischen Flair der Wohnung, der es doch gleich richtig heimelig macht. Und das Kinderzimmer erst, ein Traum für Klein und Groß. Also los geht es!

Wie lange wohnt Ihr bereits in der Wohnung?

Eingezogen bin ich 2012 zum Studium – damals noch mit Mitbewohnern, später alleine und jetzt zu dritt!

Wie habt Ihr die Wohnung gefunden?

Ganz langweilig über Immobilienscout – aber ein totaler Glücksgriff, denn ich war damals zwei Wochen gemeinsam mit meinem Vater in Berlin für Wohnungsbesichtigungen. Wir hatten eigentlich schon aufgegeben und nur noch einmal aus Spaß geschaut. Die Wohnung war gerade online, wir haben uns direkt in die großen Fenster verliebt, sofort angerufen und zufällig war der Makler an einem Sonntag kurz in der Wohnung um noch etwas zu erledigen – eigentlich wollte er erst ab Montag Termine machen. Letztlich ging dann alles unheimlich schnell und wir haben die unrenovierte Wohnung (das Wohnzimmer hatte eine orangene Wand in Wischoptik, der Flur war grün, die Schlafzimmer lila und tiefrot und ein paar der Wände hatten Löcher, weil die früheren Besitzer mal „dahinter“ schauen wollten – kein Spaß!) für einen Schnäppchenpreis bekommen.

Was war Euch bei der Einrichtung der Wohnung wichtig?

Ich liebe es hell und freundlich, mein Mann würde sich auch in einer Höhle sehr wohlfühlen – es soll irgendwas dazwischen sein. Gemütlich, Ellie-freundlich (um so wenig wie möglich Verletzungen pro Tag zu haben!) und gerne einfach praktisch – aber dabei auch immer schön!

Wie würdest Du Euren Interior-Stil beschreiben?

Ein bisschen minimalistisch, ein bisschen Scandi, ein bisschen Rosa, ein bisschen Flohmarkt, viel Holz und generell ein bunter Mix von irgendwie allem. Da ich schon seit fast 10 Jahren hier wohne – und mein Geschmack sich zwischen dem ersten Semester Studium und jetzt einfach mindestens genau so viel entwickelt hat wie ich selbst, ist das nicht wirklich festzulegen. Die goldenen Schnörkel-Bilderrahmen und Spiegel aus meinen frühen 20ern sind etwas klassischeren Formen gewichen und wohingegen ich früher immer super viel Schnickschnack rumstehen hatte und alles aufheben musste, bin ich zwischenzeitlich ein großer Fan von Ausmisten und freien Flächen – mit Kind natürlich absolut nicht immer umsetzbar! 😉

Wo findet Ihr generell neue Möbelstücke?

Ich bin ganz ehrlich, ich bin ein großer Fan von Ikea. Viele wirklich schöne Stücke wie meinen Lieblingssessel im Wohnzimmer im 60er Jahre Stil oder den immer-klassischen Ivar möchte ich einfach nicht missen, und natürlich spielt Preis ja auch immer eine Rolle. Bei großen Dingen wie Sofa oder Esstisch darf es dann doch auch etwas fancier sein, und ich liebe einige meiner Flohmarkt- und Antikhändler-Funde. Lustig: Einer unserer Esszimmer-Stühle ist mein ganz uralter Kinderschreibtischstuhl, den ich irgendwann weiß lackiert habe und der da eigentlich nur provisorisch stehen sollte bis wir uns auf drei passende Stühle einigen konnten (aus irgendeinem Grund findet mein Mann meine „alten“ rosafarbenen nicht ganz so toll wie ich, verstehe das wer will!) und auch in der Deko finden sich einige Dinge, die ich irgendwann meiner Oma abgezwackt habe.

Jede Wohnung hat ja meist einen Raum, in dem sich der Großteil des Familienalltags abspielt. Welcher ist es bei Euch? Und warum?

Ganz klar das Wohnzimmer. Das war schon immer mein liebstes Zimmer in der Wohnung, die große Fensterfront macht einfach immer gute Laune. Hier essen wir, hier kuscheln wir, hier toben wir – es gibt wahnsinnig viele Klettermöglichkeiten und irgendwie landen wir trotz schönem Kinderzimmer immer wieder hier. Zwischenzeitlich haben wir jetzt sogar aufgegeben, die Spielsachen immer wieder zurück zu räumen und haben nun die unteren Regalböden des großen Bücherregals für Spielzeug designiert.

Wie würdest Du deinen Interior-Stil beschreiben? 

Licht, Licht und nochmal Licht. Als der Elektriker bei uns fertig war, hat er gesagt, er hätte noch nie so ein kleines Haus mit so vielen Lichtsträngen bestückt. Mir sind Lampen super wichtig, ich habe für jeden Raum ein Lichtkonzept gemacht sodass man verschiedene Lampen dimmen kann. Licht und Wärme-  Zuhause ist für mich, wenn man im T-Shirt rumlaufen kann. Meine Freundinnen amüsieren sich da schon, wenn sie im Winter kommen und sich aus ihren Pullovern schälen müssen. Bei uns ist es immer (zu) warm. Die Fußbodenheizung war für mich ein großer Wunsch und nachhaltiger Eco Strom daher auch ein wichtiges Projekt bei unserem Umbau. Ansonsten würde ich unseren Stil als „Skandinavisch mainstream mit ein paar exzentrischen Ausreißern beschreiben.“  Wir haben uns für graue, mauve Farben, die Metro Fliese und klare Linien entschieden. Das wird dann gebrochen, durch meine Exzentrik – der Flur ist zum Beispiel in schwarz-weißen Streifen tapeziert. Unser armer Architekt fühlte sich am Anfang wie im Zebra Gehege, aber ich liebe es…

Hast Du bestimmte Farb-/ Material- oder Muster-Kombinationen, die in Eurem Haus immer wieder auftauchen?

Grau, weiß und Holz. Uns war Holz sehr wichtig, auch wenn uns zwischenzeitlich zu mehr Stahl oder Beton oder auch Fliese geraten wurde, haben wir uns für viel Holz entscheiden, das Parkett und die Treppe sollten Eiche rustikal im Landhausstil sein. In diesem Fall gilt für uns Gemütlichkeit und Wärme vor Design und Klarheit…

Die Einrichtung des ersten Kinderzimmers ist ja immer eine aufregende Sache – wie bist Du dieses Thema angegangen? Und was war das erste Möbelstück, das Du für sie gekauft hast?

Das Allererste war eigentlich die Babyschale – gerade mal 2 Monate schwanger und dann stand das gute Stück noch eine halbe Ewigkeit rum, bevor sie endlich zum Einsatz kam, das war etwas albern. Aber das ist etwas schwierig – da wir in Ellies erstem Jahr zwischenzeitlich noch eine Weile in Amerika gelebt haben, weil mein Mann noch keinen Job in Deutschland hatte, und wir nicht wussten ob es dann direkt zurück in meine alte Wohnung geht oder vielleicht doch etwas anderes sein soll, hatte ich mich vorher ziemlich zurückgehalten. Beistellbettchen, Wickelunterlage, Babywippe, ein paar Schubladenaufteiler für ihre Kleidung und das war’s auch schon fast. Das gleiche noch einmal in Amerika, und als wir dann zurückgekommen sind haben wir angefangen, alles etwas zu optimieren. Dabei haben wir aber auch vieles von dem genutzt, was schon da war – im Dachgeschoss im Altbau ohne Fahrstuhl nicht die schlechteste Idee. Meine alte Kommode ist jetzt Ellies Wickeltisch, eine Kleiderstange habe ich für ihre Kleidung verwendet – ich liebe ja jedes ihrer Kleidungsstücke! Daher dient das gleich noch als Deko, wenn auch für mich – und ist einfach praktisch beim Fertigmachen. Dazu ein paar Körbe für Spielzeug, Regale für ihre Bücher und natürlich ein Bett und Kuschel-Optionen. Nach und nach kommen schöne neue Dinge dazu, ich liebe beispielsweise das Schaukelpferdchen, was Ellies Patentante für sie auf Ebay Kleinanzeigen ergattert hat. Seit neustem gibt es jetzt noch ein Kletterdreieck und zum zweiten Geburtstag dann eine Spielküche. Aber auch hier: Viel Holz, viel hell, ich liebe Girlanden und viele der Spielsachen die wir haben, machen ja schon selbst etwas her, da braucht man gar keine Deko.

Woher hast Du die Inspiration dazu genommen?

Instagram, Pinterest, Blogs, die Wohnungen von Freunden. Tatsächlich haben wir auch schon Ellies bester Freundin wahnsinnig viel nachgekauft, und sie uns! Aber auch der Montessori Ansatz ist eine große Inspirationsquelle, wir haben vieles auf Ellies Höhe, damit sie schon sehr früh anfangen kann, Dinge selbst zu tun. Daher wird wohl bald die Kleiderstange für eine niedrigere Variante ausgetauscht, und unser Tritt ist ein großer Favorit für wirklich alles, wo sie unbedingt gerne schon größer sein möchte.

Was hat sich in Eurer Wohnung verändert, nachdem Eure Tochter geboren ist?

Überall ist Spielzeug, haha! Dabei achten wir schon darauf, sie nicht zu überschwemmen und immer nur ausgewähltes bereit zu haben. Trotzdem soll sie sich aber natürlich nehmen können, was sie möchte – umso schöner ist es dann, wenn die Sachen nicht knallpink und aus Plastik sind, sondern auch uns gefallen. Letztlich ist die Wohnung auch innerhalb kürzester Zeit von (weiblicher) Single-Wohnung zu Familie gegangen, genau wie unsere Wohnung in Amerika von Bachelor-Bude zu plötzlich leben wir hier zu dritt innerhalb nur weniger Wochen wurde. Da wir leider nie vorher so richtig zusammengelebt haben fehlt noch immer teilweise dieses „Wir“-Gefühl, weshalb es irgendwie sowieso ein Work in Progress ist.

Gibt es etwas, das Du rückblickend bei der Einrichtung des Kinderzimmers anders machen würdest?

Fairerweise ist auch das immer ein Work in Progress – das, was nicht mehr ganz passt ändere ich auch gerne innerhalb von ein, zwei Tagen. Rückblickend hätten wir uns das Gitterbett sparen können – Ellie hat sowieso immer bei uns geschlafen und auch mit anderthalb klappt das alleine schlafen nur so semi gut. Zum Spielen und Klettern ist es allerdings ein großer Hit!

Drei Dinge im Kinderzimmer, die Du nicht hättest missen wollen?

Eine gut organisierte Kommode (die aber nicht gleich den ganzen Raum einnimmt, wie so viele es leider tun), schöne Aufbewahrung für all die Kleinteile – sei das ein schönes Regal auf Kinderhöhe oder hübsche Körbe und Kisten, und einen Ort zum Kuscheln – bei uns ist das gleich in der Nähe von Ellies Büchern, da kann sie sich selbst einige aussuchen und wir schauen sie uns gemeinsam an.

Was ist das älteste Stück in Eurer Wohnung und welches Dein Liebstes?

Das allerälteste ist sicherlich ein Bilderrahmen von meiner Uroma mit einem Bild von meiner Oma als kleinem Mädchen, das ich über alles liebe. Und auch sonst haben wir viele Fotos von unseren Großeltern und Urgroßeltern, diese liegen uns sehr am Herzen. Ansonsten der Globus im Bücherregal, der hat meinem Vater schon als Kind gehört, der Stuhl aus meinem Kinderzimmer, und einige der Dinge, die ich schon seit meinem Einzug vor fast 10 Jahren habe, wie Wäscheständer, Küche und Co, und natürlich einige Flohmarktfunde. Mein Mann witzelt gerne, dass der Wäscheständer auch mein liebstes Stück ist, weil wir eben immer Wäsche haben. Und ganz festlegen kann ich mich da wirklich nicht, aber unser Sofa, der 60er Jahre Stuhl, sowie auch unsere String-Regale die ich bei einer Freundin gesehen und danach fast 2 Jahre lang vergebens gesucht habe, bis ich sie durch Zufall entdeckt habe und durch halb Berlin nach Hause tragen musste, weil sie nicht auf meinen Roller gepasst haben zählen definitiv dazu. Und natürlich all die Ellie-Sachen, von ihrer Kleidung über den Stapelturm (mein ABSOLUTES Lieblingsspielzeug, sie hat damit so viel Spaß und dabei macht er auch noch visuell so viel her!) und ihr Faultier Larry, der einfach immer dabei ist.

Vielen Dank für den Einblick in deine wunderschönen vier Wände und das Interview, liebe Julia!

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